Starlink-Satelliten sorgen weiter für UFO-Alarm

Update: Der vierte Start mit weiteren 60 Satellliten erfolgt am 21. Januar!

Die Starts der Satelliten des Starlink-Projektes zur Errichtung eines weltumspannenden Satellitennetzwerks für einen weltweiten Internetzugang sorgen aufgrund ihrer zeitweise auffälligen Erscheinungsweise weiter für Aufregung und eine Menge UFO-Meldungen.

Geplant ist vom Raumfahrtunternehmen SpaceX der Start von insgesamt an die 12.000 Satelliten, in drei Ausbaustufen bis 2027. Im Anschluss sollen nochmals bis zu 30.000 Satelliten gestartet werden. Ziel ist ein weltumspannendes Satellitennetzwerk, das einen weltweiten, ortsunabhängigen Zugang zum Internet, auch in entlegenen Regionen, ermöglichen soll. Die Starts erfolgen in Tranchen von jeweils 60 Satelliten, ein- bis zweimal pro Monat, mittels einer Falcon B-Trägerrakete. Bereits der Probestart mit 60 Satelliten im Mai 2019 sorgte für Aufregung unter Beobachtern, da die Satelliten ein bis dato nicht gekanntes Schauspiel am Himmel zeigten. Danach war es lange Zeit ruhig, bis am 11. November 2019 die erste Ausbaustufe mit dem ersten Start erfolgte, dem nun mehr oder weniger regelmäßig weitere Starts folgen werden.
Auch dieser aktuelle Start führte zu massenhaften UFO-Meldungen bzw. Anfragen, die seitdem täglich bei den größten deutschen UFO-Meldestellen von CENAP und GEP eingehen. Gleiches wurde u.a. von Kollegen der britischen BUFORA, der dänischen SUFOI und des belgischen "UFO-Meldpunt" über das EuroUFO-Netzwerk berichtet, die ebenso laufend UFO-Meldungen deswegen erhalten.

Auslöser für die Meldungen ist, dass die Satelliten in relativ geringer Höhe freigesetzt werden und sich dann über Wochen hinweg mit eigenem Antrieb auf ihre endgültige orbitale Position bewegen. In dieser Phase sind die Satelliten als auffallend helle Punkte am Himmel zu sehen, die in Reihe fliegend, wie an einer Perlenschnur aufgereiht, über den Himmel ziehen. Über die Wochen löst sich die strenge linienförmige Anordnung etwas auf und auch die Helligkeit lässt etwas nach, so dass sie nicht mehr ganz so auffällig wirken. Allerdings muss dann mit einem Folgestart und der Wiederholung des Ganzen gerechnet werden. Zudem stehen weitere, ähnliche Projekte von OneWeb, Telesat und Amazon in den Startlöchern, die ebenfalls ein Satellitennetzwerk vorsehen, wenngleich nicht in dem Umfang wie bei Starlink.

Über die jeweilige Sichtbarkeit der Satelliten gibt Heavens Above gute Auskunft. Zu sehen sind die Satelliten bei guten Bedingungen über Deutschland bis 16. Januar am frühen Abend, im Zeitraum etwa zwischen 17:00 Uhr und 20:30 Uhr, und ab 19. Januar am frühen Morgen, im Zeitraum zwischen 06:00 Uhr und 07:30 Uhr, mit abnehmender Helligkeit. Die Flugrichtung ist dabei aus Westen bis Süden kommend. Der Hauptzug mit der typischen "Lichterkette" ist jeweils für etwa 15 bis 20 Minuten zu sehen. Im Laufe des Januars werden sich die Satelliten der weiteren Starts dazu gesellen.

Aktuelle Beobachtungszeiten für Frankfurt am Main:

    20. Januar 2020, 17.57 Uhr, aus Richtung Südwesten nach Osten
    21. Januar 2020, 18.18 Uhr, aus Richtung Westen nach Osten
    22. Januar 2020, 18.40 Uhr, aus Richtung Westen nach Nordosten
    23. Januar 2020, 17.26 Uhr, aus Richtung Westen nach Osten
    24. Januar 2020, 7.47 Uhr, aus Richtung Westen nach Osten
    24. Januar 2020, 17.48 Uhr, aus Richtung Westen nach Osten
    25. Januar 2020, 6.54 Uhr, aus Richtung Südwesten nach Osten

Kritisch gesehen wird das Ganze von Astronomen, die eine Beeinträchtigung bei der Beobachtung von Himmelskörpern mittels Teleskopen befürchten bzw. eine nachhaltige Veränderung des Nachthimmels allgemein. Ebenso wird eine Zunahme an Weltraumschrott in der Zukunft befürchtet. Ein lesenswerter Beitrag zu diesem Thema findet sich auf dem Himmelslichter-Blog.

Bislang gab es eher wenig Presseberichte dazu, so dass die breite Bevölkerung dem nachwievor staunend und fragend gegenüber steht, wie aus den vorliegenden Meldungen hervorgeht. Auch wurde erwähnt, dass man im Netz nach Antworten suchte und erst auf UFO-Seiten wie unsere auf Antworten stieß. Aufgrund von Pressekontakten erwarten wir hier aber in naher Zukunft entsprechende Artikel in den Medien, so dass der Hype um diese Satelliten, verbunden mit gehäuften Meldeeingängen bei den Meldestellen, dann doch nachlässt.

Verglichen wird diese Welle an UFO-Meldungen mit der früheren Sichtungswelle der asiatischen Himmelslaternen (auch Miniheißluftballons), schwerpunktmäßig im Zeitraum von 2007 bis etwa 2009, deren Erscheinungsweise damals in der Breite auch noch nicht so bekannt war. Damals wurden von den Meldestellen weit über 1000 Berichte aufgrund dieser Himmelslaternen registriert.

» Tabelle mit Angabe der genauen Sichtbarkeit aus dem aktuellen Start für den Standort Frankfurt am Main auf Heavens Above «
» Dynamische 3D-Anzeige der Flugbahn der Starlink-Satelliten des aktuellen Starts auf Heavens Above «

Typische Formulierungen in den Zeugenaussagen, wie sie die Meldestellen erreichen:

  • "... Lichter wie an einer Perlenkette aufgereiht ..."
  • "... etwa 40 Lichter in gleichem Abstand in einer Linie ..."
  • "... etwa 30 helle Lichter am Himmel, gleichmäßig wie an einer Schnur gezogen..."
  • "... circa 32 Lichter in bestimmten Abständen wie auf einer Perlenkette aufgereiht die hintereinander flogen ..."
  • "... seltsame Perlenkette am Himmel ..."
  • "... erschienen in präzisen Abständen und wie an einer Schnur gezogenen ..."

In unserer Galerie zeigen wir einige ausgewählte Fotos der Starlink-Satelliten

Nachfolgend einige Videos aus dem Netz




Starlink Oostkapelle The Netherlands 2019 11 29 from Astronomy! Project Oostkapelle on Vimeo.


Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Starlink
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