Ein UFO vor 300 Jahren?

Von Ulrich Magin

Zur Zeit macht eine scheinbar sensationelle Meldung die Runde im Internet: Da gibt es ein Buch aus dem Jahr 1716, das eine fliegende Untertasse zeigt. Es handelt sich um eine Abhandlung des Mathematikers Johann Caspar Funck mit dem Titel: Joh. Casp. Funcsii: Liber de Coloribus Coeli und ist in Ulm erschienen.

In der Tat sieht das, was dort im Himmel dargestellt wird, wie eine moderne Untertasse aus. So liest man im Internet: „Die fliegende Untertasse wird gezeigt, als sie aus den Wolken kommt ...“

Wer sich die Abbildung allerdings genauer ansieht, der kann über der „Untertasse“ lesen: „Ps. 84. v. 12“ – und ein Bibelkundiger muss dann nur noch unter dieser Quellenangabe nachsehen. In Psalm 84, Vers 12, steht: „Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre: er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.“ (Lutherbibel, 1912)

Dargestellt ist also Gott in Form von Schild und Sonne, und keine Untertasse. Wieder zeigt sich – wer alte Illustrationen mit modernen Augen betrachtet ... geht fehl!

Anmerkung von ui.de:
Leider kein Einzlfall. Solche historischen Illustrationen machen seit jeher die Runde in der UFO-Szene, ebenso wie in der Paläo-SETI, und werden oftmals mit unserem heutigen Verständnis und typischen Klischees interpretiert, losgelöst vom historischen Kontext.

Ein weiteres, bekanntes Beispiel und ein Klassiker dazu ist die Illustration der "UFOs über Nürnberg" von 1566. Auch damit hat sich der Autor Ulrich Magin ausführlich auseinandergesetzt, zu lesen hier.

Galileo UFO-Beitrag mit der GEP

Am 27. Mai gab es innerhalb der Pro7-Reihe Galileo einen Beitrag mit dem Titel "Sind UFOs wirklich nur Hirngespinste?" in dem die Forschungsgruppe GEP und deren Arbeit unter Beteiligung von Hans-Werner Peiniger und André Kramer vorgestellt wurde.
Werbetext auf der Galileo-Homepage: "Allein in Deutschland werden jährlich hunderte von unbekannten Flugobjekten gesichtet. In Nordrhein-Westfalen gibt es sogar eine Einrichtung, in der Forscher versuchen, diesen mysteriösen Sichtungen auf den Grund zu gehen."

Der Beitrag kann derzeit noch auf der Pro7-Seite von Galileo abgerufen werden.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass es eine neutrale und sachliche Berichterstattung war. Weder das Phänomen als solches, noch die Personen, die sich damit befassen, wurden ins Lächerliche gezogen. Peiniger und Kramer gelang es, die sachlich-kritische Forschung bzw. Fall-Untersuchung und ihre Arbeit gut darzustellen. Als Beispiel für deren derzeit ungeklärten Fälle wurde die ältere Sichtung zweier Polizeibeamten vor Ort vorgestellt, bei der andere kritische Untersucher jedoch eine Fehldeutung eines Hubschraubers in Betracht ziehen.

Unvermeidlich bei derartigen Beiträgen ist die Bezugnahme auf Außerirdische, aus der allgemeinen UFO-Folklore heraus, mit der man als kritischer Untersucher entsprechend umgehen und auf den nicht unbedingt notwendigen Zusammenhang hinweisen muss.

Bei der endgültigen Schnittfassung und der Off-Kommentierung fielen dann noch einige kleinere Dinge auf, die leider auch zeigen, dass Reportagen zu solchen Themen vielleicht nicht immer mit der letzten Sorgfalt durchgeführt werden und manches nicht richtig verstanden oder falsch wiedergegeben bzw. zusammengefasst wird. Diese Erfahrung haben allerdings auch viele Kollegen gemacht, die an derartigen Sendungen schon mitgewirkt haben.
Die Aussage, dass es in unserem Sonnensystem außer der Erde keine weiteren erdähnlichen Planeten gäbe, zeigt auch die mangelnde Recherche in grundlegenden Themen. Ein Blick in Wikipedia genügt, um zu wissen, dass es neben der Erde noch drei weitere erdähnliche (terrestrische) Planeten gibt (Merkur, Venus und Mars).

Auch das Fazit, dass es am Ende doch eine Glaubensfrage sei, stieß in Kollegenkreisen auf berechtigte Kritik. Zwar kann man an Außerirdische glauben oder nicht, aber das UFO-Phänomen ist in erster Linie eine Frage des Forschens und der Gewinnung von Erkenntnissen, derer es mittlerweile schon eine ganze Reihe gibt.

Trotz der, eher kleineren, Kritikpunkte bleibt es es im Ganzen ein positiver Beitrag, der die kritische Forschung näherbrachte.

Interview mit Xavier Passot (GEIPAN)

Anlässlich des Ruhestands von Xavier Passot, dem ehemaligen Leiter der GEIPAN (UFO-Abteilung des französischen Weltraumzentrums CNES), konnte Ole Henningsen von der dänischen Gruppe SUFOI ein Interview mit ihm führen, welches wir hier mit freundlicher Genehmigung wiedergeben. Für die Übersetzung ins deutsche danken wir Ulrich Magin.

Interview mit Xavier Passot im April 2016
Von Ole Henningsen, SUFOI, www.ufo.dk

Xavier Passot, der Leiter der UFO-Abteilung des Französischen Weltraumzentrums, geht in Pension:
Von den „identifizierten“ UFO Meldungen lernen ...

Während einer Reise in den Süden Frankreichs hatte ich 2012 die Möglichkeit, die „Weltraumstadt“ Cité de l'Espace in Toulouse zu besuchen. Nachdem ich durch die großen und aufregenden Ausstellungen gegangen war, die eine unglaubliche Masse an Informationen über Astronomie und den Weltraum bieten, sah ich urplötzlich ein Schild neben einem Raum, das augenblicklich meine Aufmerksamkeit erregte … ein Forschungsbüro für unbekannte Phänomene!

Das war natürlich für einen alten Weltraum. und UFO-Enthusiasten wie mich besonders unerwartet und interessant.

GEIPAN, Groupe d'études et d'informations sur les phénomènes aérospatiaux non identifiés, ist die UFO-Ermittlungsgruppe, die zum CNES gehört, dem Centre National d'Etudes Spatiales, dem staatlichen französischen Weltraum-Zentrum in Toulouse. Ihr Leiter ist Xavier Passot.

Ich hatte mit Xavier Passot E-Mails ausgetauscht, und gerade als ich die UFO-Ausstellung verließ, klingelte mein Handy. Am Telefon war Xavier Passot, der eben aus dem Urlaub zurückgekehrt war und mich zu einem Treffen mit französischen UFO-Forschern am selben Abend einlud. Leider konnte ich aus Zeitmangel nicht teilnehmen, wir trafen uns aber eine Stunde später am Eingang zum CNES, um Ideen auszutauschen.

Xavier Passot geht nun Ende April 2016 in den Ruhestand. Ich befragte ihn über seine Erfahrungen als Leiter der Groupe d'études et d'informations sur les phénomènes aérospatiaux non identifiés.

 

Welche Ausbildung haben Sie und an welchen Stellen haben Sie früher gearbeitet?

Ich bin ausgebildeter Informatiker (1976). 1983 kam ich zur CNES, davor hatte ich zuerst in einem kleinen Software-Unternehmen gearbeitet und danach bei Hewlett-Packard. Bei CNES, war ich verantwortlich für mehrere Satelliten-Überwachungen und Steuerungs-Subsysteme (an Bord und am Boden) und für die Entwicklung des VEGETATION-Bildverarbeitungszentrums (VEGETATION ist ein Erdbeobachtungsinstrument in den Sonden SPOT4 und SPOT5).

Im Februar 2007 wurde ich als Leiter der CNES-Teams, das die Datenverarbeitung besorgte, ein Mitglied Gaia-Projekts der europäischen ESA (der Astrometriesatellit startete Ende 2013).

Leiter der GEIPAN wurde ich im Juli 2011.

 

Ihrer Meinung nach: Was qualifizierte Sie dazu, den Vorsitz der GEIPAN in der CNES zu übernehmen?

Man nahm mich, weil ich – wie viele andere CNES-Ingenieure auch – über breite Kenntnisse über Weltraumsysteme verfügte, weil man mich als Pragmatiker sah und weil ich große Erfahrung als Amateurastronom und Hobbyfotograf hatte.

 

Haben Sie sich aus eigenem Antrieb auf die Stelle beworben oder wurden Sie gebeten, sich um die Leitung der GEIPAN zu bemühen?

Ich hatte mich schon drei Jahre vorher beworben. Ich hatte auch daran gedacht, mich zu bewerben, hielt es aber nicht für richtig, das Gaia-Projekt bereits nach einem Jahr zu verlassen.

 

Hatten Sie sich schon vorher mit UFOs beschäftigt? Wenn ja, wie?

Wie bei vielen Ufologen beginnt auch meine Geschichte im Teenager-Alter in den 1960ern: Mein Vater und meine Mutter stritten häufig und heftig über UFOs. Meine Mutter glaubte an Besucher aus dem All, mein Vater blieb skeptisch. Während der UFO-Wellt 1954 war mein älterer Bruder einer der Augenzeugen.

 

Welche Gedanken, Vorstellungen und Erwartungen hatten Sie, als Sie die Stelle antraten?

So wie in meiner Jugend glaubte ich nach wie vor, die Wissenschaft könnte das Rätsel lösen. Dazu würde ich dann meinen Beitrag leisten.

Und ich hoffte, in den Archiven der GEIPAN bedeutende Dokumente zu finden, die mir den Beweis liefern würden – oder zumindest Hinweise.

 

In welchem Maße konnten Sie in den Jahren als Leiter Ihre Vorstellungen und Erwartungen verwirklichen?

Die Wissenschaft trug zur Lösung vieler Fälle bei, aber es gab dann immer nur einfache Erklärungen wie Boliden, Kugelblitze, Planeten und Sterne – und hauptsächlich die Psychologie unseres Sehsinns.

Letztendlich entdeckte ich ein paar Dokumente, die „geheim“ gestempelt waren, doch dabei handelte es sich um ganz gewöhnliche Sichtungsmeldungen von Planeten, dem Mond oder Boliden. Sie waren nur deshalb „geheim“, weil die Regierung in den 1950er-Jahren hinter manchen UFO-Meldungen Überflüge fremder Regierungen vermutete und deshalb UFO-Meldungen generell als „geheim“ einstufte.

 

Wie haben Sie selbst in Ihrer Zeit die Arbeit der GEIPAN beeinflusst? Was hat sich bei GEIPAN in Ihrer Zeit als Leiter dort verändert?

Mein Einfluss war wie folgt:

  • Ich wollte alle Sichtungsmeldungen bearbeiten, ob geklärt oder ungeklärt. Wie die meisten Ufologen hatten sich die bisherigen Leiter der GEIPAN auf die ungeklärten Fälle konzentriert, aber das ergibt eine falsche Sicht auf das Phänomen UFO. Man lernt mehr, wenn man eine Erklärung findet, als wenn man etwas nur als „unidentifiziert“ bewertet. Einige Sichtungsberichte von Venus, Mond, Feuerkugeln, Weltraummüll, Re-Entry oder „Thai-Laternen“ zeigen deutlich, wie unzuverlässig und beeinflussbar Augenzeugenberichte sind.
  • Ich organisierte das Team der privaten GEIPAN-Falluntersucher neu. Ich reduzierte die Mannschaft von vorher 100 auf nur noch 20 Vor-Ort-Untersucher. Ich übernahm nur die zuverlässigsten und am besten Ausgebildeten.
  • Ich organisierte den CAIPAN-Workshop mit 100 Gästen: Ufologen, Wissenschaftler und öffentliche Institute (Armee).
  • Ich ließ die Fälle der Welle von 1954 veröffentlichen.

 

Ich erinnere mich, dass wir während unseres kurzen Treffens am Eingang zur CNES, als wir ein paar Fotos machten, darüber sprachen, dass die meisten Fälle, die bei der GEIPAN eingingen, eine ganz natürliche Erklärung hatten und zudem sehr leicht zu identifizieren waren.

 

Wurden in Ihrer Zeit als Leiter der GEIPAN komplexe Fälle gemeldet, die auch nach einer gründlichen und kompetenten Untersuchung nicht erklärt werden konnten, und die daher nach wie vor in den Unterlagen als „unidentifiziert“ geführt werden?

Seit2011 klassifizierte ich 40 Fälle als „unidentifiziert“. Aber sie gleichen sich untereinander kaum, keiner davon ist besonders seltsam: Es sind immer nur kleine Lichter weit weg am Himmel mit (in den meisten Fällen) einem einzigen Zeugen.

 

Über den COMETA-Bericht wird seit Jahren gestritten. Was ist Ihre private Meinung über den COMETA-Bericht? Was sagen Sie über den Autor oder zu den Schlussfolgerungen des Berichts?

Die COMETA-Mannschaft hat viele berühmte Sichtungsberichte analysiert. Davon sind einige mittlerweile erklärt, sie sind zumindest schwach. Die Schlussfolgerung, die ET-Hypothese sei zu bevorzugen, ist natürlich nur eine Meinung, sie kann auch in Bezug auf andere Grunderklärungen (schlechte Einschätzung von Geschwindigkeit oder Entfernung, Naturphänomene, Halluzinationen, Schwindel …) gar nicht gerechtfertigt werden. Die ET-Hypothese ist nur eine Annahme, eine unter mehreren. Man sollte sie nicht als umfassende Erklärung betrachten, so wie die Götter der Antike.

 

Was glauben Sie steckt hinter den möglicherweise unidentifizierten französischen – und anderen – UFO-Erscheinungen? Was glauben Sie persönlich?

Ich habe so meine Gedanken zu einigen der berühmten französischen Fälle, aber dabei handelt es sich immer nur um meine eigene Meinung, die nicht bewiesen ist, also schweige ich da lieber!

Sagen wir einfach, sie sind „unidentifiziert“, bis jemand ihren Ursprung klären kann.

 

Als Leiter der GEIPAN wurden Sie für Transparenz und Offenheit bekannt. Was können Sie über die Zusammenarbeit mit französischen und internationalen Forschern sagen, wenn es um UFOs geht.

Ich will meine Erkenntnisse teilen und deutlich machen, dass bei der GEIPAN nichts geheim bleibt außer den Namen der Augenzeugen. Ich wollte so viele Dokumente wie möglich veröffentlichen. Die privaten Untersucher der GEIPAN können sogar noch mehr Dokumente mit der GEIPAN teilen.

Ich lud immer wieder Ufologen zur GEIPAN ein, wir haben routinemäßig mit CISU und COBEPS zusammengearbeitet, wenn es um Methoden oder einige wichtige Sichtungsfälle ging, etwa bei Boliden.

Können Sie ein paar Worte über den CAIPAN-Workshop sagen?

Da zitiere ich aus meiner Einführung zum Workshop:

„Die wissenschaftliche Untersuchung unidentifizierte aeroräumlicher Phänomene (UAP) benötigt die Sammlung belastbarer Grundinformationen in ausreichender Menge. Die Grundlage sind Augenzeugenberichte, diese jedoch sind subjektiv und oft ungenau, sie werden von Gefühlen beeinflusst, von persönlichen Überzeugungen und von Wahrnehmungsfehlern. Materielle Informationen (Messungen, Proben etc.) sind viel zu selten vorhanden, die Fotos und Videos, die die Forscher jedes Jahr erhalten, sind von schlechtester Qualität. Eine rationale, wissenschaftliche Ufologie benötigt bessere Daten und bessere Analysemethoden.

Das Ziel dieses von der GEIPAN organisierten internationalen Workshops liegt darin, Methoden, Handwerkszeug und Erfahrungen unter Leuten auszutauschen, die über praktische und spezifische Kenntnisse der Analyse seltener und unvorhersagbarer Phänomene verfügen, seien es nun natürliche oder künstliche (unidentifizierte Luft- und Raumfahrtphänomene, Blitze, Boliden u.s.w.).“

Wenn wir nicht darüber streiten, ob wir es mit Außerirdischen zu tun haben oder nicht, können wir ganz ruhig darüber reden, wie wir Berichte über angebliche UFOs und die damit verbundenen Daten verbessern können.

Jacques Vallée beendete den Workshop. Es sei ein „wahr gewordener Traum“. Es trafen sich Wissenschaftler, Ufologen und die Armee.

Um das zur erreichen, musste die Frage nach ET ausgeklammert werden.

 

Ich nehme an, dass Sie Ihre Arbeit bei GEIPAN aufgrund Ihres Alters beenden? Und ich frage mich, ob Sie sich auch nach Ihrer Pensionierung mit UFOs beschäftigen werden.

Ja, ich bin 62 und darf deshalb in Rente gehen. Ich habe dann mehr Zeit für meine Hobbys, die Fotografie, die Astronomie, Rudern, Natur …

Ich habe mit einem Buch begonnen, „Das UFO-Phänomen verstehen“, das Anfang 2017 herauskommen soll.

Danach werde ich mich wohl nicht mehr mit UFOs beschäftigen, es sei denn, ich begegne einem ;-)

 

Gibt es noch etwas, was Sie den Lesern mit auf den Weg geben wollen, die sich für die Untersuchung menschlicher Erfahrungen mit UFOs interessieren und die Entwicklungen verfolgen?

Ich empfehle allen Ufologen: Gebt euch nicht damit zufrieden, unidentifizierte Phänomene zu untersuchen, sondern betrachtet euch genau die identifizierten Meldungen. Dann werden ihr das Ganze mit neuen Augen sehen. Auch schärft das eure Fähigkeit, die wirklich Unidentifizierten zu analysieren.

 

Gibt es sonst noch etwas, was Sie in diesem Interview sagen wollen?

Meine Arbeit als Leiter der GEIPAN war eine aufregende Zeit. Ich lernte so viele neue Bereiche kennen (Astronomie, Luftfahrt, Psychologie, sogar Ornithologie, fliegende Spielzeuge ... darunter verstehe ich Drohnen, ferngelenkte Modellflugzeige, Drachen, Solarzeppeline, Heliumballone, Heliumballone mit Led-Lichtern, Modellheißluftballone, Zeppeline …. Die Liste wächst ja täglich) und traf ganz besondere Menschen.

Leider erlaubten es mir meine organisatorischen Aufgaben nicht, mich mit einer Reihe von bestimmten Themen genauer zu beschäftigen, zum Beispiel Nachuntersuchungen klassischer Sichtungen.

Ganz besonders ärgerte mich, das ich immer wieder der Lüge und des Cover-Ups bezichtigt wurde, zum Glück muss ich mich nun mit solchen Verschwörungstheorien nicht mehr auseinandersetzen.

Jetzt habe ich eine veränderte Sicht auf die Natur des Menschen, und ich lese gerade die klassischen griechischen Philosophen, um zu verstehen, wer wir sind!

 

Information über GEIPAN, CAIPAN, COMETA und CNES:
COMETA-Bericht auf französisch und englisch
http://www.sufoi.dk/ufo-mails/um-2007/um07-080.php
http://www.sufoi.dk/ufo-mails/um-2007/um07-084.php
http://www.sufoi.dk/ufo-mails/um-2012/um12-152.php
https://cnes.fr/fr
http://www.geipan.fr/index.php?id=206
http://www.geipan.fr/index.php?id=212
http://www.geipan.fr/index.php?

Quelle:
Ole Henningsen, http://www.123hjemmeside.dk/oleh/427191871

Rückkehr: Werner Walter im Gespräch

Deutschlands bekanntester Ufo-Skeptiker Werner Walter meldete sich vergangene Woche mit einer Pressemitteilung zurück und gibt weitere Einblicke in seine persönliche Zukunft. Über den Umbruch beim skeptischen Netzwerk CENAP (Centrales Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene) berichteten wir auf ufo-information.de im Juli 2014 hier: Umbruch beim Cenap

Heute sprach Dennis Kirstein von ufo-information.de mit Werner Walter über Vergangenes und Zukünftiges. Das im Gespräch erwähnte Onlinearchiv des Cenap Report können Sie Ausgabe für Ausgabe hier herunterladen: Cenap Report Archiv

 

Dennis Kirstein (dk) Hallo Werner, nach gut 18-monatiger Abstinenz zunächst einmal die Frage: Wie geht es Dir heute?

Werner Walter (ww) Hallo Dennis, heute bin ich gesundheitlich gut gerüstet, aber arm wie eine Kirchenmaus.

dk: Zumindest der erste Punkt freut uns natürlich sehr. Was hat Dich denn nach der langen Abwesenheit motiviert die Pressemitteilung von vergangener Woche herauszugeben? Du hättest es ja bei dem krankheitsbedingten Schlussstrich belassen können.

ww: Dies ist ein zweischneidiges Schwert. Während meines Krankenhausaufenthalts und während meiner Reha-Maßnahme hatte ich genug Probleme am Hals, um quasi nicht mehr an die UFOlogie zu denken. Erst bei meiner Entlassung wurde mir mehr und mehr bewusst, dass ich nicht mehr nach Hause komme und jetzt in einem Pflegeheim bin. Dies war gelinde gesagt ein Schock, jetzt lebe ich hier im CentroVerde seit 2.Juli 2014. Erst seit ein paar Tagen habe ich wieder Internet und dies macht mich wieder freier als Mensch, auch wenn ich auf absehbarer Zeit nach Sponsoren für den Internet-Unterhalt suche. Ich habe quasi potentiell Hab und Gut durch die Wohnungsauflösung verloren.

Nach und nach kehren Erinnerungsschwächen zurück. Dies geht auch darauf zurück, dass ich die Funktion des wandelnden UFO-Lexikon nicht mehr habe. Dazu muss dringlich darauf aufmerksam gemacht werden, dass ich mein bei Dir verweilendes Archiv nicht mehr dingfest habe. Ich habe heute noch nur eine ganz kleine Bibliothek an Büchern.

dk: Dein Archiv ist riesig und ist heute wohl behütet bei mir aufbewahrt und chronologisch sortiert.Nach der Wohnungsauflösung musste eine Entscheidung her was mit dem Material geschehen soll. Vieles davon ist mittlerweile im Cenap Report Archiv auf ufo-information.de veröffentlicht worden. Bisher ist es aber nur ein Bruchteil dessen, was das Archiv noch an interessantem Material bereithält. Wie hat Dir die Idee mit dem Onlinearchiv gefallen? Das Interesse am Archiv ist riesig, wenn wir die Zugriffszahlen betrachten.

ww: Die Idee mit dem CENAP Report-Archiv war hervorragend, quasi ein Lexika mit Macken.

dk: Die Kritik an Dir ist in der gesamten Szene immer lauter geworden. Der Ufo-Meldestellenblog wurde immer unleserlicher und themenfremder. Ehemalige Weggefährten wie Hans-Werner Peiniger haben sich öffentlich von Dir distanziert. Auch wir von ufo-information.de haben die Art und Weise wie Du das Thema zuletzt behandelt hast klar kritisiert. Wie siehst Du das alles auch heutiger Sicht mit ein wenig Abstand?

ww: Kritik ist die eine Seite, als Hass verkaufte Kunst-Kritik ein Feigenblatt die andere Seite. Schlussendlich ist der von mir geführte UFO-Meldestellenblog tatsächlich in den letzten Monaten meines Handwerks UFO-thematisch in die Binsen gegangen. Warum auch immer. Ich gehe heute davon aus, dass das UFO-Thema  mir am Allerwertesten vorbeiging und ich sprichwörtlich die Schnauze voll hatte, weil mich zuletzt auch gerade wegen der UFO-Hotline zu viele UFOlogen terrorisierten. Dies führte auch zu meinem Schlaganfall. Roland Gehardt hatte ja schon früher die Konsequenzen gezogen und seinen damaligen Weblog eingestellt als auch persönliche Angriffe und Drohungen auf ihn und seine Familie überhandnahmen. Der GWUP-Blog berichtete ja darüber.

dk: Drohungen von Ufo-Gläubigen kennen wir leider alle nur zu gut. Wenn diese dazu führen dass die eigene Gesundheit angegriffen wird, ist es tatsächlich Zeit sich eine Auszeit zu nehmen. Hier hat Roland Gehardt damals noch den Absprung geschafft. Dir ist das leider nicht rechtzeitig gelungen. Hattest Du schon Gelegenheit Dir ein Bild davon zu machen was in den vergangenen 18 Monaten in der Szene so passiert ist?

ww: Nein, darum war ich bei unserem Heilbronner Treffen letzthin so schweigsam. Hansjürgen Köhler hatte mich schon zu Krankenhaus-Zeiten grob über laufende Dinge informiert. Ich hatte aber, wie gesagt, bisher kein Internet. "Szene“… damit ist wohl die mehr und mehr abhanden gekommene UFOlogen-Szene gemeint.

dk: Ehrlich gesagt hast Du auch nichts weltbewegendes verpasst. Bis auf eine Hand voll Personen in Deutschland kenne ich eigentlich niemanden mehr, der sich tatsächlich noch ausschließlich mit dem Ufo Thema beschäftigt. Wo man hinschaut sind die Personen ausgestiegen oder haben ihre Weltanschauung mit allerlei weiteren Verschwörungstheorien erweitert. Als weiteren großen Einschnitt in der Szene kann man auch die fortschreitende Verdrängung von kritisch denkenden Ufo-Phänomen-Forschern sehen. Im vergangenen Herbst wurde Cenap-Mitbegründer und jahrzehntealtes GEP-Mitglied Hans-Jürgen Köhler aus eben jener ausgeschlossen. Die Aufnahme meinerseits und eine engere Zusammenarbeit mit ufo-information.de wurden im gleichen Zeitraum im Vorstand kontrovers diskutiert und letztendlich abgelehnt. An jungen Leuten kommt niemand mehr nach. Machst Du Dir Sorgen um die kritische Ufo-Szene?

ww: Als deutscher Alt-Vater (keine Ehre für mich) der skeptischen UFO-Szene ist es so eine Sache. Was für eine Sache dieses Verhalten aber sein soll, weiß ich auch nicht genau.

dk: Wie stellst Du Dir Deine weitere Arbeit am Ufo-Mythos vor? Laut der Pressemitteilung wird es die Ufo-Meldestelle wohl nicht mehr geben. Wirst Du den Meldestellenblog wieder übernehmen oder gar ein Relaunch des Online Cenap Reports anstreben?

ww: Keine Ahnung wie es mich als Myth-Buster einnimmt. Dazu muss es erst einen Resonanzkörper geben. Roland Gehardt kann den UFO-Meldeblog weitermachen, wenn er das möchte. Einen Neustart des Online Cenap Reports von mir aus wird es auf gewisse Zeit auch nicht geben, klappert da eine Hintertüre. Ich weiß nicht.

dk: Na das klingt zumindest nicht nach einem eindeutigen Nein. Könntest Du Dir vorstellen Deine viel beachteten "German Ufo Chronicles" zu überarbeiten und zu aktualisieren? Das Mammutwerk hätte es verdient nach so vielen Jahren nochmals ein erfrischendes Update zu erhalten und wäre gleichzeitig wohl auch Dein Fazit aus über 40 Jahren Beschäftigung mit dem Phänomen.

ww: Jetzt nicht, ich habe jetzt eine Brille und das Lesen über die gewaltige Wegstrecke ermüdet meine Augen. Auch muss ich mich erst nach und nach einarbeiten. Vielleicht zum echten Jahrestag.

dk: Das sind ja noch ein paar Jahre. Vorher, im Frühjahr 2016, kehren die X Akten mit neuen Folgen ins Fernsehen zurück. Mulder und Scully ermitteln wieder. In den 1990er Jahren haben sie für einen regelrechten Ufo Boom gesorgt. Glaubst Du, so etwas ist noch einmal möglich? Werden die Medien noch einmal so auf das Thema anspringen?

ww: Ja, durchaus möglich, die fliegende Untertassen des indischen Schuljungen sind in Deutschland schon mit dem X-Files-Hauch rübergekommen. Nur wundert mich, dass die Folgestory mit dem Alienbild auf der Baustelle nicht verwurstet wurde und dies die Story rund machte. Mal sehen wie die aktuellen X-Akten von der Grundgeschichte her laufen und wie der Bezug zum UFO-Thema läuft. Hoffentlich nicht wieder als Weltverschwörung.

dk: In Deiner Pressemitteilung schreibst Du, dass Du Modellflugdrohnen für die „Ufos des 21. Jahrhunderts“ hälst. Mit ihren Flugmanövern und Lichtern ist ihr Erscheinungsspektrum nahezu unendlich groß. Ähnlich wie bei den Modellheißluftballonen wird es schwer werden sie im Anschluss genauestens zu identifizieren, d.h. den Fall bis auf den Drohnenpiloten zurück zu verfolgen. Die Arbeit mit Wahrscheinlichkeiten dürfte zunehmen. Das macht es doch für Ufo-Forscher ungemein schwerer und öffnet die Tore für wilde Spekulationen, oder?

ww: Die erkannte IFO-Problemstellung ist im Grunde wie mit den MHBs/Himmelslaternen. IFO-Kernwissen macht den Unterschied und gibt den Vorteil gegenüber Ufo-Gläuigen her... Alles was UFO-Irritations-Potential hat und populäre Verbreitung findet (also UFO-Impressionen hergibt) sind News. Sterne und Planeten sind genauso wie Feuerkugel-Boliden nach wie vor für Aufregungen gut, vor 10 Jahren, vor 50 Jahren - und in Zukunft. Neonfarbene Modellflugdrohnen sind wegen dem Eigner sicherlich schwer dingfest zu machen, bei den Himmelslaternen war es ebenso. (Wilde) Spekulationsmuster sind eigentlich so frei wie Gedankenkräfte und es ist mühselig darüber zu reden. Damit ist Tür und Tor geöffnet für Profi-Spekulanten und Blender.

dk: Für Ufo-Gläubige also auch weiterhin genug Fallmaterial um an einen anomalen Hintergrund zu glauben. Deine Ufo-Hotline gehört nun der Geschichte an. Rund 4.000 Fälle sind von Dir bearbeitet worden ohne Erkenntnisse die in Richtung eines anomalen Phänomens hinter den Ufo Sichtungen gehen. Welche Forschungsansätze siehst Du noch für die Zukunft? Welches Themengebiet gibt es noch zu beackern?

ww: Ja, die UFO-Hotline hat aber Hansjürgen Köhler übernommen. Auch Zustimmung dafür, dass es keine anomalen EXTERNEN (nicht menschengemachte) Phänomene gibt. So gesehen ist der Ideenreichtum für manchen UFO-Beobachter anomal-kreativ.

Daher gibt es keine weiterführenden "Forschungsansätze", dies ist ein zu hoch gestochener Begriff und "verspricht" künstlich mehr als er je halten kann. Die Forschungsansätze sind in der UFOlogie überwunden, es wiederholt sich nur alles - um das wenige Interesse am Irrationalen hochzuhalten. Wenn es auch wegen der menschlichen Seele unmöglich erscheint, so kann man die Suche nach dem Irrationalen als konkreten Forschungsgegenstand auf sozio-philosophischer Sicht "beackern", man kann es aber betreffs der Unmöglichkeit auch sein lassen.

dk: Das klingt nun wieder mehr nach dem resignierten Werner Walter. Ich hoffe, dass Du schon bald wieder zur alten Stärke, vor allem gesundheitlich aber auch in Bezug auf Deine Arbeiten rund um die Entmystifizierung der fliegenden Untertassen, zurück findest und danke Dir für dieses kurzweilige Gespräch.

ww: Sehr gerne.

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Pressemitteilung von Werner Walter, Centrales Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene vom 27.06.15:

Nach Schlaganfall: Der UFO-Jäger aus der Kurpfalz ist zum Sommeranfang 2015 zurückgekehrt

Der 57-jährige Einzelhandelskaufmann und Amateur-Astronom Werner Walter hat als Leiter der UFO-Meldestelle CENAP (Centrales Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene) bei Darmstadt`s ESA`s Raumfahrtingeneur Rainer Kresken einen guten Ruf: „Walter ist ein vertrauenswürdiger Beobachter, der nichts mit diesen UFO-Spinnern zu tun hat.“

In der MDR-Sendung „Unter uns“ packte er final aus, um im Februar 2013 in einem Insiderbericht eine Art Schlussstrich unter seiner fast 40-jährigen Pirsch nach „Fliegenden Untertassen“/“UFOs“ zu ziehen. U.a. berichtete die  Frankfurter Rundschau aufgrund einer dpa-Reportage vom Januar 2014: „Fliegende Untertassen? Außerirdische im Anflug? UFO-Forscher Werner Walter ist nach Jahren des Forschens müde geworden – es wiederholt sich alles immer wieder.“

Nichts bleibt: 4.000 UFO-Meldungen nachgepirscht!

Der UFO-Jäger aus der Kurpfalz-Metropole Mannheim ging in den vergangenen Jahrzehnten mit seinem Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene etwa 4.000 UFO-Reporten zwecks ungewöhnlichen Himmelserscheinungen nach. Er richtete dazu eine „UFO-Hotline“ als Zentrale ein und betrieb den Blog der UFO-Meldestelle. Walter war schon immer ein Außenseiter der „UFOlogie“ und verfasste dazu das Bestseller-Sachbuch namens UFOs: Die Wahrheit. Damit tat er seine Erkenntnisse kund. Darunter zu dem berühmten UFO-Vorfall von Greifswald im Sommer 1990 an der Ostsee, der sich als Lichtertrauben-Formation als durchaus irdische Magnesium-Fackeln für eine Täuschkörper-Aktion im Manöver der Warschauer Paktstaaten erwies. Jahre der Recherchen waren dazu notwendig!

Für den zeitweisen Betreiber der zentralen UFO-Meldestelle ergaben sich die UFOs schlussendlich als mehr oder sonderliche IFOs. Werner Walter gesteht freimütig: „Und dies langweilte mich auf Dauer. Beim Nachrichtensender N-TV trennte er sich von der UFO-Mythologie als eines der noch funktionierenden modernen Märchen so: „Es gibt keinen ungelösten UFO-Fall.“ So gesehen gibt es scheinbar unheimliche Begegnungen aber schließlich der gewöhnlichen Art. Walter: „Und so hatte  ich als Fachmann die Faxen dicke.“ Deswegen stellte er die CENAP-Homepagewww.cenap.de ein; dies sorgte für eine anhaltende Reihe von wütenden Telefonanrufen durch die UFOlogie-Gemeinde. Schließlich führte dies im März 2014 zu seinem Schlaganfall und führte ihn nach langem Spitalaufenthalt zu einem Pflegeheim. Dem UFOlogen-Telefonterror der Uneinsichtigen  sei es ´verdankt`.

Das Leipzig-UFO stelle sich als Planet Jupiter heraus!

Nach einem Jahr außer Gefecht erfuhr W.Walter von einem Vorfall aus Ostdeutschland. „Fred vom Jupiter war`s“, folgerte er spöttisch nach seiner Genesung zu dem UFO-Alarm über Leipzig als UFO-Sachverständiger und IFO-Experte für eine Zeitung vor Ort. Der alte UFO-Jäger aus der Kurpfalz ist also wieder zurückgekehrt. Alte `Hassliebe` rostet nicht.

Ein weiteres Himmelsschauspiel erwartet uns in diesen Nächten. Am Westhimmel nähern sich der Mond und die hellen Planeten Jupiter und Venus zu einem Rendezvous. „UFO-trächtig scheint diese Nahbegegnung zu sein“, schmunzelt Walter. Auf absehbare Zeit ist mit einem solchen Himmelsphänomen-Spektakel als Trio nicht wieder zu rechnen. Außerirdische Objekte am Nachthimmel sind so gesehen  immer wieder In. Tausende Menschen sahen Mitte März 2015 ebenso die Riesensternschnuppe über Süddeutschland und der Schweiz als IFO-Besucher aus dem All.

Fazit und Zukunft: Die IFO-Drohnen kommen?

UFO-Hysterien gehen auch in Zukunft nie aus. Man entsinne sich der IFO-Drohne von Bremen Anfang des letzten Jahres. Neumodische UFOs werden das alte Fieber wieder anstacheln. Unter anderem werden Modellflugzeuge und Quadrocopter als Lichter in der Nacht als Himmelsphänomene für künftige UFO-Schlagzeilen sorgen. Die Arbeit eines IFO-Experten und UFO-Aufklärers geht also ehrenamtlich mit seinem CENAP-Team (das X-Team in Erinnerung an die TV-Serie Akte X) zum Sommeranfang 2015 in die nächste Runde...

"UFO-Gutachten" muss freigegeben werden!

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages nach dem Informationsfreiheitsgesetz herausgegeben werden müssen. Bisherige gegenteilige Entscheidungen des OVG Berlin-Brandenburg werden damit aufgehoben.

Ausgangspunkt für das Verfahren war u.a. das Gutachten über die Erforschung von unidentifizierten Flugobjekten und außerirdischen Lebensformen, das ein CDU-Abgeordneter auf die Anfrage eines Bürgers angefordert hatte.

Wie schon mehrfach festgestellt, ging es bei dem Verfahren nicht um das besagte Gutachten als solches bzw. dessen Inhalt, sondern allgemein um die grundsätzliche Frage, inwieweit die Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes unter das Informationsfreiheitsgesetz fallen und somit auf Anfrage freigegeben werden müssen. Dies wurde seitens der Bundesverwaltung bisher verneint und somit die Herausgabe verweigert.
Dass der Inhalt des Gutachtens entgegen mancher Vermutungen keineswegs sensationelle Informationen oder gar geheim gehaltenes Wissen über Ufos und Außerirdische beinhaltet, sondern lediglich eine Zusammenfassung allgemein bekannter oder erhältlicher Informationen, wurde von unserer Seite bereits festgestellt, nachdem wir Einblick bekommen hatten.

Siehe hierzu unser Spezial: "Das ist Deutschlands Ufo Akte".

Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts


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