Exklusiv: Auf UFO-Jagd - Das Institut für technische UFO Forschung

Schnellzugriff auf den 33-seitigen Exklusivbericht: Auf UFO-Jagd - Das Institut für technische UFO-Forschung (PDF, 8,17 MB)

Wir fühlten dem "Institut für technische UFO-Forschung" von Gerhard Gröschel auf den Zahn. Das Institut behauptet, seit Jahren außerirdische Raumschiffe mittels Magnet- und Gravitationsfeldmessung sowie Videoüberwachung beweisen zu können. Wir überprüften die unglaublichen Behauptungen und sprachen mit Experten der Elektrotechnik und der Ingenieurswissenschaften.

Das "Institut für technische UFO-Forschung" und sein Leiter Gerhard Gröschel behaupten unidentifizierte Flugobjekte über dem Atomkraftwerk Neckarwestheim mit Magnet- und Gravitationsfeldmessung und Videokameratechnik aufgespürt zu haben. In einem bestimmten Fall vom 4. Januar 2011 haben sowohl Magnetfeldsensoren also auch die Gravitationsmessung signifikante Messdaten geliefert, während das Videokamerasystem eine Leuchterscheinung aufzeichnen konnte. Als "weltweit nichts Vergleichbares" und echten UFO-Beweis titulierte der Leiter des Instituts den Vorfall. Wir recherchierten diesen und andere Vorfälle und kamen zu einem ernüchternden Ergebnis. "Die Behauptungen des Instituts für technische UFO-Forschung sind so unglaublich, dass sie entweder unser Wissen über die Physik und unser Dasein im Universum komplett auf den Kopf stellen oder dass sie schlichtweg falsch sind. Im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk in Neckarwestheim ergibt sich zudem ein gravierender Sicherheitsaspekt, der nicht zu unterschätzen ist, wenn die Behauptungen denn zutreffen würden. Nach wochenlangen Recherchen und genauester Überprüfung der verwendeten Messtechnik kann ich aber Entwarnung geben. Die Erfassung der Messdaten findet unter äußerst fragwürdigen Umständen statt und die visuell aufgezeichneten Leuchterscheinungen sind qualitativ so schlecht, dass man in die verpixelten Standbilder alles Mögliche hinein interpretieren kann", sagt Dennis Kirstein, Mit-Initiator von ufo-information.de und Autor des 33-seitigen Abschlussberichts über das Institut für technische UFO-Forschung.

Nicht nur in Deutschland hat Gerhard Gröschel Überwachungssysteme aufgebaut, sondern auch an Orten in Österreich, Polen und Norwegen, an denen ein vermehrtes Aufkommen unidentifizierter Flugobjekte vermutet wird. Das Grundprinzip des eingesetzten UFO-Überwachungssystems ist überall identisch und extrem fehlerbehaftet. Dennis Kirstein sprach mit Dr. Philippe Leick und Bernd Cunow, die sich im Sommer 2013 das Überwachungssystem im Institut erklären ließen. Ihr Urteil ist eindeutig: Weder bei der Messung noch bei der Aufzeichnung vermeintlicher UFOs ist eine Systematik oder Plausibilität erkennbar.

Hier können Sie den 33-seitigen Bericht lesen: Auf UFO-Jagd - Das Institut für technische UFO-Forschung (PDF, 33 Seiten, 8,17 MB)

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Nachtrag vom 23.12.13: Uns erreichte eine Email von Herrn Wolfgang Stelzig (WZ), die hier von Dennis Kirstein (DK) kommentiert veröffentlicht werden darf.

WZ: Hallo zusammen,

zuerst mal: ich habe mich keinesfalls, wie von Dennis Kirstein angedeutet, von der UFO-Forschung zurückgezogen, sondern bin hier aktiver denn je. Allerdings habe ich wenig Lust in der Öffentlichkeit aufzutreten oder irgendwelche sinnlosen Diskussionen zu führen, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Hier mache ich mal eine Ausnahme da es sozusagen ein Grundlagenthema betrifft, in dem ich ja auch sehr aktiv bin.

DK: Tatsächlich schrieb ich im Artikel "Während sich Wolfgang Stelzig im Laufe der Jahre mehr in den Hintergrund verabschiedete...". Damit meinte ich eben genau jenen Hintergrund, den Herr Stelzig in seiner Email auch beschrieb. Ich wollte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass Herr Stelzig sich von der UFO-Forschung zurückgezogen hat. Ich denke, hier liegt ein Missverständnis vor.

WZ: Eigentlich müsste das Thema 'instrumentelle UFO-Forschung' ja von jedem Skeptiker, zumindest von jedem Skeptiker der auch an der Wahrheit interessiert ist, absolut positiv aufgenommen werden. Denn nur durch eine eigene Sammlung von Daten möglichst nahe an der Quelle ist es überhaupt möglich, den subjektiven Einfluss der bei allen Zeugenaussagen ins Spiel kommt, zu minimieren.

Die 'klassische' UFO-Forschung hat jahrzehntelang hauptsächlich nur Zeugenberichte gesammelt und ausgewertet. Jeder der schon die Gelegenheit hatte Zeugenberichte mit dem realen Ereignis zu vergleichen weiß, dass solche Berichte die realen Ereignisse oft bis zur Unkenntlichkeit verzerren und somit oftmals völlig unbrauchbar sind. Es gab zwar schon in den 70er Jahren auch Ansätze zur instrumentellen UFO-Forschung, aber die beschränkten sich hauptsächlich auf die Messung von Kompass-Abweichungen. Das einzige mir bekannte Projekt (Project Starlight) wurde leider auch bald wieder eingestellt, warum auch immer... und dann kam lange nichts mehr... Das ist es wohl auch, was Gerhard Gröschel mit 'jahrzehntelang auf der Stelle treten' gemeint hat.

DK: In meiner Antwortmail an Herr Stelzig habe ich ihm mitgeteilt, das ich ihm und Herrn Gröschel an diesem Punkt zustimme. Und das habe ich auch bereits in meinem Artikel in dem ich schrieb: "Nur in einem Fall kann ich Herr Gröschel zustimmen: Die UFO-Phänomen-Forschung stützt sich zu einem überwiegenden Teil auf die subjektive Wahrnehmung der Sichtungszeugen [...] Der Grundgedanke, mit einer technischen Überwachung des Himmels dem Phänomen auf eine andere Art zusätzlich auf die Spur zu kommen, ist daher richtig." Nichtsdestotrotz haben die Grundlagen und die Methodik beim Institut entscheidende Schwächen. Die Aneinanderreihung dieser Schwächen führt zu verfremdeten Ergebnissen mit weitreichenden Folgen zu dem Thema. Ebenso bildet die rein subjektive Annahme UFOs würden Magnet- und Gravitationsfelder beeinflussen die Grundlage der Messanordnung.

Inzwischen ist die Technik viel weiter, und schreit geradezu danach, für diese Zwecke eingesetzt zu werden. Aber der Teufel steckt auch hier im Detail. In den beiden Artikeln (gemeint ist der Artikel von ui.de und aus dem Skeptiker-Magazin; Anmerkung DK) wird u.a. bemängelt dass die Auflösung der Bilder viel zu gering wäre. Das sehe ich genauso, allerdings ist diese Auflösung momentan das beste was man bekommen kann, unter den Randbedingungen 'hohe Lichtempfindlichkeit' und 'begrenztes Budget'. Es hat zwar jede Handykamera inzwischen viel mehr Auflösung, aber jeder weiß auch dass man damit nur bei entsprechender Helligkeit gute Aufnahmen machen kann. Und Bildsensoren wie sie z.B. in der Canon EOS 5D MkIII verbaut sind, sind eben noch nicht zu Preisen verfügbar dass man sich als Privatperson mehrere davon leisten kann, und auch nicht in einer brauchbaren Form (DSLRs sind aufgrund der Mechanik kaum für Dauereinsätze geeignet).

Selbstverständlich werden wir unsere Ausrüstung entsprechend upgraden, sobald entsprechende Hardware in geeigneter Form und zu annehmbaren Preise verfügbar ist.

DK: Die Ausführungen von Herr Stelzig sind an dieser Stelle ganz entscheidend, denn er stimmt grundsätzlich meiner im Artikel verfassten Kritik an der verwendeten Kameratechnik zu. Ich finde das sehr ehrlich und lobenswert. Aber, und auch das habe ich Herrn Stelzig in meiner Antwort an ihn deutlich gemacht: Wenn ich um die Schwächen meines Systems weiß, dann darf ich einfach keine Publikationen herausgeben (eBooks, Webseite, YouTube) in denen ich behaupte echte UFO-Beweise, wie es sie noch nie gab, gesammelt zu haben. Denn genau an dieser Art von Aussagen baut sich letztendlich der größte Teil meiner Kritik auf. Wenn ich mir eingestehen muss, dass mein Messsystem aufgrund finanzieller Grenzen nicht die gewünschte Leistung erbringen kann, dann muss ich mir gleichzeitig eingestehen mit diesem System auch keine UFO-Beweise erbringen zu können. Darüber hinaus bleibt das Grundproblem der subjektiven Annahme, UFOs würden Magnet- und/oder Gravitationsfelder beeinflussen, weiterhin bestehen. Hinzu kommt noch die ebenfalls auf subjektiven Annahmen basierende Festlegung von angeblichen UFO-Hotspots wie Knittelfeld und Wylatowo.

Ähnliches gilt natürlich auch für die übrige Sensortechnik. Natürlich ist jeder Sensor fehlerbehaftet und reagiert auch immer mehr oder weniger auf Störeinflüsse, aber auch hier muss man realistisch bleiben, und solange wir keinen millionenschweren Sponsor haben können wir uns eben keine kalibrierten High-End-Sensoren leisten wie sie z.B. von Unis verwendet werden. Und auch wenn wir unsere Sensoren selbst kalibrieren würden, dann könnte man das auch wieder anzweifeln weil ja kein 'offizieller Stempel' drauf ist.

DK: Auch hier räumt Herr Stelzig Schwächen des Überwachungssystems ein. Das ist lobenswert und zeigt mir, dass zum Teil Einsicht da ist. Aber auch hier gilt meine Kritik, weshalb man dann nach Außen hin von UFO-Beweisen spricht während man selbst genau um die Schwächen des Systems weiß. Der Transparenz wegen gehören eben genau auch diese Schwächen in allen Publikationen erwähnt. Besser noch: Wie auch von den Herren Leick und Cunow gewünscht gehört zu einer vollständigen Transparenz die Veröffentlichung aller Messdaten zu jedem Zeitpunkt, gerade auch die Fehlalarme. Was bisher veröffentlicht wurde ist lediglich das vom Institut gefilterte Material, welches angeblich für UFO-Beweise herangezogen werden kann.

Wie auch immer, die einzige Möglichkeit an verlässliche Daten zu kommen die unter einigermaßen kontrollierten Bedingungen entstanden sind, ist der Einsatz von automatischen Beobachtungsstationen. Solche Stationen sind in der Realität immer ein Kompromiss zwischen dem Stand der Technik und den zur Verfügung stehenden Mitteln. Es ist auch nicht damit getan eine einzige 'High-End-Station' zu bauen denn die Wahrscheinlichkeit an einem bestimmten Ort etwas zu sehen ist auch recht gering. Ich bringe da gerne den folgenden Vergleich:
In Deutschland passieren jeden Tag hunderte oder sogar tausende von Verkehrsunfällen. Nun stelle ich mich an irgend eine Straße um einen Unfall zu sehen. Es kann sein ich stehe monatelang dort und sehe keinen einzigen. Als Skeptiker würde ich daraus nun schließen dass es gar keine Verkehrsunfälle gibt, oder dass die Berichte über Verkehrsunfälle total übertrieben sind...

Übertragen auf die UFO-Forschung bedeutet das: man muss vor allem in die Breite gehen, d.h. möglichst viele Beobachtungsstationen an möglichst vielen unterschiedlichen Orten aufstellen. Und das steht natürlich im Widerspruch zur Forderung, nur die bestmögliche Technik zu verwenden, denn man hat ja nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Hier kann man nur auf die Zukunft hoffen, denn das was heute 'high-end' ist, ist in ein paar Jahren allgemeiner Standard und dann auch preisgünstig verfügbar.

DK: Der Vergleich mit den Verkehrsunfällen hinkt etwas, dennoch wird verstanden was Herr Stelzig damit zum Ausdruck bringen möchte. Dem Rest des Abschnitt konnte ich soweit zustimmen und verweise dennoch wieder auf meine Kritik, dass man dann eben nicht von echten UFO-Beweisen sprechen darf, wenn die Technik gar nicht dafür ausgelegt ist diese unzweideutig zu erbringen.

Wie auch immer, es wäre auch wünschenswert wenn sich auch andere UFO-Forschungsgruppen oder (noch besser) auch mal die Mainstream-Wissenschaft mit diesem Thema befassen würden.
Bei den anderen UFO-Forschungsgruppen krankt es wohl daran dass es nur wenige Leute gibt die die nötige Kombination aus technischen Kenntnissen, Interesse am Thema und Zeit/Geld aufbringen können, und die Mainstream-Wissenschaft hat bei diesem Thema wohl noch einen weiten Weg vor sich...

Sie können diese email gerne auf ufo-information.de veröffentlichen.

Viele Grüsse,
Wolfgang Stelzig

DK: Ich habe Herrn Stelzig in meiner Antwortmail für seine ehrlichen Worte gedankt. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich die Hoffnung habe, dass mein kritischer Artikel durchaus auch konstruktiv betrachtet wird und zu dementsprechenden Verbesserungen des Systems führen wird. Natürlich kosten diese sehr viel Geld und es ist viel Arbeit notwendig. Aber den Anspruch UFOs zu beweisen stellt das Institut an sich, also muss es sich auch an diesem Anspruch messen lassen. Alles darunter ist und bleibt anzweifelbar und das kann nicht im Interesse des Instituts sein.

Die hier veröffentlichte Email von Herr Stelzig hat gezeigt, dass unser Artikel und die darin geäußerte Kritik an den Sensoren, der Messmethode und der Videotechnik richtig ist. Es ist erfreulich, dass zumindest manche Personen, die dem Institut nahe stehen, durchaus für eine differenzierte Betrachtung des Artikels offen sind. Leider ist dies die Seltenheit. In den vergangenen Tagen musste ich erneut feststellen, wie wenig selbstkritisch die UFO-Szene mit sich umgeht. Anstatt sich mit der geäußerten Kritik zu beschäftigen wird versucht das Hauptaugenmerk auf meine Person, welche in ein schlechtes Licht gerückt werden soll, zu legen. Die Beschäftigung mit dem Artikel findet nur selten am eigentlichen Inhalt statt. Den Höhepunkt an fehlender Selbstkritik stellt dabei die Äußerung eines Vorsitzenden einer deutschen UFO-Forschungsgruppe dar, der auf meinen Artikel angesprochen mit den Worten "Den Blödsinn kannst Du getrost ignorieren" antwortete. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen....

Muss man Wissen - Das Buch über Axel Stoll

gelesen und besprochen von Dennis Kirstein

Kennen Sie Dr. Axel Stoll? Nein? Da haben Sie wenig verpasst. Denn eigentlich ist jede Minute der Beschäftigung mit dem Herrn vergeudete Zeit. Und eigentlich müsste ich Ihnen empfehlen, bevor Sie noch tiefer in das Thema eintauchen, nicht weiterzulesen und sich stattdessen mit weitaus wichtigeren Themen zu beschäftigen, Hallenhalma beispielsweise. Eigentlich... Denn tatsächlich hat es der Antisemit Axel Stoll geschafft zu einem Phänomen im Internet zu werden. Deutlich wird das anhand von Zahlen: Seine Videos auf YouTube werden regelmäßig von Tausenden von Usern angeklickt, in der Spitze sogar bis zu einer halben Millionen Menschen. Fast 7.000 Fans hat eine "Fanseite" über die Spinnereien des Antisemiten auf Facebook. Zudem gibt es Webseiten, die sich allein mit ihm und seinen wirren Verschwörungstheorien beschäftigen. Seine Aussagen wurden sogar schon zu einem Instrumental-Song zusammen geschnitten. All den Klicks und den Fanseiten muss man zumindest zu Gute halten, dass sie sich nicht ernsthaft mit dem Blödsinn auseinandersetzen, den der Berliner Stoll regelmäßig von sich gibt. Vielmehr macht man sich über ihn und seine skurrilen Verschwörungstheorien rund um eine jüdisch-amerikanische Weltverschwörung, Hohle Erde, Reichsflugscheiben, Mondlandelüge etc. lustig. Auch wenn er es todernst verstanden haben möchte, was er da an Spinnereien regelmäßig von sich gibt. Es folgt eine kleine Auswahl bekannter Zitate: 

"Magie ist Physik durch wollen!"

"Darwin, Jude... klar. Da wurde die Biologie versaut – Einstein, Jude... die Physik wurde versaut, so kann ich das ganze Gebäude durchgehen."

"Wissenschaftlich, technologisch war das Deutsche Reich den Alliierten um mindestens 100 Jahre voraus, (...) moralisch um 1.000 Jahre voraus."

"Die weiße Rasse stammt vom Aldebaran, vergesst das nicht!"

"Eine Million Reichsdeutsche leben dort unten, in der inneren Hohlwelt."

"Besser ist immer der persönliche Kontakt, statt da den Elektrojuden zu nutzen." (Anmerkung: Mit "Elektrojuden" meint Herr Stoll ein Fernsehgerät)

Das war nur eine kleine Auswahl an Blödsinnigkeiten, die Axel Stoll regelmäßig bei den Treffen des rechten Stammtischs "Neuschwabenlandtreff" in Berlin von sich gibt. Die Vorträge von Axel Stoll werden auf YouTube hochgeladen, wodurch es auch zu seiner Internetberühmtheit kam.

An dieser Stelle muss man sich sicherlich auch Gedanken darüber machen, ob man einer Person wie Axel Stoll mit solch einem Beitrag überhaupt eine weitere Projektionsfläche bieten soll. Letztendlich ist wegschauen, ignorieren und über die Spinnereien lachen aber auch keine Lösung. Das dachten sich wohl auch der Psychologe und Journalist Sebastian Bartoschek sowie die Hoaxilla-Podcaster Alexa und Alexander Waschkau, die mit Axel Stoll ein mehrstündiges Interview führten und dieses nun kommentiert zu Papier brachten. "Muss man wissen!" heißt das 226 Seiten umfassende Werk aus dem jmb-Verlag. Der Titel geht zurück auf den häufig verwendeten und zum Kultstatus erhobenen Satz "Muss man wissen" von Axel Stoll selbst.

Im Vorwort von Holger Klein, ARD-Hörfunkmoderator und Podcaster, wird dann auch gleich klar gestellt weshalb es wichtig ist auch solch verschrobenen Theorien wie denen des Axel Stoll Contra zu bieten: "Von Menschen wie Axel Stoll geht prinzipiell eine Gefahr aus. Sie geben simple Antworten auf komplexe Fragen, verweigern sich der Diskussion während sie Diskussionsbereitschaft behaupten und immunisieren sich und ihre Theorien gegen jegliche Kritik. Wer heute bereit ist, den einen Unsinn zu glauben, ist bald auch bereit, jeden anderen zu glauben, denn es fehlt ihm ein Maßstab, um Sinn von Unsinn zu unterscheiden ". Klein nutzt das Vorwort auch für eine kompakte Beschreibung der Person Stoll und seiner Thesen. Das langt, um auch Lesern, denen Axel Stoll bisher kein Begriff war, kurz und bündig zu briefen. So können die Autoren im Anschluss daran auch gleich zur Sache kommen. Sie beschreiben auf den ersten Seiten ihre Idee zum Interview mit Axel Stoll und wie dieses letztendlich in Berlin zu Stande kam. Die folgenden 120 Seiten gehören dann ausschließlich dem Transkript des aufgezeichneten rund 3-stündigen Interviews, geführt von Sebastian Bartoschek und Alexander Waschkau. Die beiden haben sich im Vorfeld Gedanken über entscheidende Fragen gemacht und eine Roadmap erstellt, die es nun abzuarbeiten galt. Der Leser bekommt neben dem Transkript zahlreiche Fußnoten, die nicht selten den Großteil einer Buchseite ausmachen. Zwar geht damit ein wenig der Lesefluss verloren, ich halte dieses Vorgehen jedoch genau für richtig. Als Alternative hätten sich Fußnoten am Ende des Buches angeboten, dann aber blieben die zum größten Teil unglaublichen Behauptungen Stolls zunächst einmal für den Leser unkommentiert. Gerade aber bei Themen rund um Nationalsozialistische Verbrechen bzw. deren Verharmlosung erscheint mir das gewählte Vorgehen angebracht. Nicht selten sind gerade die Kommentare sehr viel interessanter als mancher Unfug aus dem Munde Stolls.

Das Interview bietet einen guten Querschnitt durch Stolls Welt und lässt mit Themen wie Hohle Welt, Reichsflugscheiben, alternative Medizin, "neue Physik", Neuschwabenland, asiatische Lehren, den zweite Weltkrieg etc. nichts aus. Hier und da hätte ich mir etwas mehr Schärfe oder eine tiefer bohrende Nachfrage der Autoren gewünscht, alles in Allem aber erhält der Leser einen detaillierten Blick in die Gedankenwelt des Berliner Antisemiten. Einige wenige Stellen des Interviews mussten geschwärzt werden. Es sind genau solche Stellen, in denen Stoll nach seiner Meinung über den Holocaust und das KZ Auschwitz befragt wurde. Die Antworten Stolls könnten an diesen Stellen strafrechtlich relevant sein. Auch das sagt einiges über die Person Stoll aus, der nicht verlegen darin ist Geschichtsrevisionismus zu betreiben.

Beide Autoren bleiben jedoch zu jedem Zeitpunkt professionell sachlich, was mitunter zu einem Schmunzeln führen kann. Gerade bei Kommentaren wie "Das Tesla im Alter von über 70 Jahren eine Reise zum Pluto durchgeführt hat ist nicht belegt" oder "Das Interview wurde in Berlin, der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland geführt" als Fußnote auf Stolls Aussage "hier in Österreich". Andere Fußnoten machen dafür umso mehr deutlich, dass man Stoll und sein Umfeld nicht allein nur mit mitleidigem Lächeln begegnen sollte. So wird über den Neuschwabentreff-Mitinitiator Peter Schmidt erwähnt, dass dieser die These vertritt, wonach das Wort "Nazi" ursprünglich von Nazareth abstamme und Jesus der erste Nazi gewesen sei. Somit sei ein Nazi eine geheiligte Person. Aussagen, die automatisches Kopfschütteln verursachen.

Die Autoren kommen zu dem Fazit, dass "Dr. Axel Stoll ein Lügenschloss mit scheinbar unendlich vielen Zimmern um seine Person herum konstruiert hat. Fast alle Geschichten und Fakten, die er als absolute Wahrheiten darstellt und mit seinem Motto >>>Muss man wissen!<<< verbal unterstreicht, sind nichts weiter als Ammenmärchen, Moderne Sagen, Verschwörungstheorien oder schlicht haltlose Ideen."

Im Anschluss an das Interview versuchen sich die Autoren an einer Diagnose einer psychischen Störung bei Stoll. Verschiedene Krankheitsmerkmale werden abgeglichen und anschließend ein Urteil gefällt. Ob und wenn ja welches Urteil der Psychologe Bartoschek mit den Waschkaus für Axel Stoll diagnostizierten soll an dieser Stellen nicht verraten werden. Nach 158 Seiten endet das Buch eigentlich. Es folgen knapp 70 Seiten Personen- und Sachregister, die alle im Buch erwähnten Personen bzw. Institutionen etc. noch einmal auflisten. Ob es dieses Register gebraucht hätte ist fragwürdig. Es wirkt ein wenig so, also hätte man das sonst allzu dünne Büchlein ein wenig aufblähen müssen, vor allem weil die Register aus den Informationen bestehen, die uns aus den Fußnoten bereits bekannt sind. Andererseits dient das Register auch als eine Art Nachschlagewerk, wenn man auch in Zukunft mit abstrusen rechtsesoterischen Theorien konfrontiert wird. Wieder einmal fällt mir persönlich der Kopp Verlag aus Rottenburg negativ ins Auge, der auch in diesem Buch an einigen Stellen mit rechtesoterischen Theorien in Verbindung gebracht wird.

"Muss man wissen!" ist ein Gewinn für die deutschsprachige, grenzwissenschaftliche Literatur. Es gibt nur sehr wenige Bücher über grenzwissenschaftliche Themen im Jahr, die uneingeschränkt das Prädikat "Must have" verdienen. Dieses Buch gehört dazu! Mit Sicherheit zählt dazu auch der sehr ernste Kern der Botschaft, den Axel Stoll unwillentlich mit soviel Slapstick herüber bringt. Letztendlich ist Antisemitismus und Holocaust-Leugnung aber alles andere als Slapstick und Menschen, die dafür offen eintreten, sollten ebenso offen vorgeführt werden. Den Autoren des Buches ist genau das gelungen. Axel Stoll führt sich, sein in gewissen Maßen mitleiderregendes Leben und seine abstrusen Theorien selbst vor. Und dennoch liegt Stolls Gefährlichkeit eben genau darin, dass er nicht ernst genommen wird.

Das Buch kommt zum erfreulich niedrigen Preis von nur 8,95 €. Für Literatur, die einem wahrlich "die Augen öffnet" (in Anlehnung an einen Slogan des zwielichtigen Kopp Verlags), ist der Preis absolut gerechtfertigt und jeden Euro wert. Die erste Auflage war binnen der ersten Woche nach Erscheinen des Buches bereits restlos vergriffen. Und das obwohl man die zunächst geplante erste Auflage schon im Vorfeld um das Fünffache erhöhte. Sie sehen: "Muss man wissen" muss man lesen!

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, was wir Ihnen wärmstens empfehlen. Hier der Link zum Buch: http://www.shop-016.de/jmbverlag-p177h43s44-Muss-man-wissen-%96-Ei.html

Nachfolgend wollen wir Ihnen einige weiterführende Informationen über Axel Stoll und den Neuschwabenlandtreff geben. Beginnend mit einem Bericht der Sendung "Panorama" der ARD:

Hier ein Artikel über einen Besuch beim Neuschwabenlandtreff: http://www.vice.com/de/read/stuff-zu-besuch-bei-den-ufo-esoterik-nazis

Und ein weiterer Artikel über einen Besuch beim Neuschwabenlandtreff: http://www.taz.de/!20362/

Eine ausführliche Widerlegung der Aussagen von Axel Stoll aus den Videos "Best Of" und "Best of 2": http://unfassbarlangweilig.wordpress.com/category/esoterik/axel-stoll/

Und zuletzt ein "Best of" von Aussagen Axel Stolls:

Das ist Deutschlands Ufo Akte

Update vom 2.11.2014:

5 Jahre nachdem die CDU Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann Ihre Anfrage an den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags richtete, fragten wir noch einmal bei ihr nach. Wir erhielten Frau Connemanns Antwort in Form einer PDF, die sie vor dem Umbau ihrer Webseite noch online hatte, dort heute aber nicht mehr auffindbar ist. Für alle Interessierten, und zur Vollständigkeit halber, stellen wir Ihnen Frau Connemanns Informationen, wie es zu der Anfrage im November 2009 kam, hier nun online zur Verfügung:

Sachstand zum sogenannten UFO-Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes vom 27.10.2014 (PDF, 2 Seiten; 68,4 KB)

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Deutschland diskutierte vergangene Woche über das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste (WD) betreffs „Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der VN-Resolution A/33/426 zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischen Lebensformen“.  Die Medien machten daraus schnell die „Ufo-Akte“.  Das Gericht befand, dass  das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) keine Anwendung auf mandatsbezogene Unterlagen der Wissenschaftlichen Dienste und des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages findet. Wir berichteten hier: http://www.ufo-information.de/index.php/aktuelles/weblog/313-ufo-akten-deutschland

Die Ausschreibung bleibt demnach unter Verschluss. Vorerst. Denn wie wir ebenfalls berichteten plant der Kläger Frank Reitemeyer in Berufung gehen zu wollen (http://www.ufo-information.de/index.php/aktuelles/weblog/315-ufo-akten-bundestag).

Uns von ufo-information.de war das nicht genug. Wir begannen eigene Recherchen hinter den Kulissen des Deutschen Bundestags und wurden fündig. „Das Urteil vergangene Woche hat festgestellt, dass Ausarbeitungen der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags nur dessen Abgeordneten zugänglich sein sollen. Das hat grundsätzlich erst einmal nichts mit irgendwelchen geheimen UFO Akten zu tun, sondern ist ein allgemeines Urteil über den Umgang mit allen Ausarbeitungen des WD. Das kann man im Sinne einer offenen Demokratie nun gut oder schlecht finden. Zu behaupten, hier ginge es aber darum UFO-Akten geheim zu halten, ist grundsätzlich falsch!  Für uns war also klar welchen Weg wir gehen mussten um an den Inhalt der Ausarbeitung zu kommen. Dank „Vitamin B“ ist uns das nun auch gelungen. Ich bitte um Verständnis, dass wir keine näheren Angaben zu dem Wie und vor allem Wer machen werden. Außerdem werden wir die Ausarbeitung nicht veröffentlichen. Mit dem Urteil vergangene Woche würden wir uns strafbar machen, das wollen wir nicht “, so Dennis Kirstein von ufo-information.de.

Die Ausarbeitung wurde im November 2009 von zwei Mitarbeitern des WD verfasst und der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann zur Verfügung gestellt, die diese wenige Monate vorher in Auftrag gegeben hatte.

Von unserer Kontaktperson erfuhren wir im Vorfeld bereits: „Ich habe mir die Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste kommen lassen. Solche Ausarbeitungen dürfen (eigentlich, ui.de) nicht weitergegeben werden. Die konkrete Ausarbeitung ist Gegenstand eines Rechtsstreites. Die Ausarbeitung wurde von zwei Mitarbeitern erstellt und im November 2009 abgeschlossen. Sie wurde den Fachbereichen Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Bildung und Forschung zugeordnet.“

Weitaus interessanter ist die Tatsache, dass die Ausarbeitung insgesamt gerade einmal aus 7 Kapiteln und insgesamt nur 5 Seiten besteht, d.h. nicht einmal eine Din-A4 Seite je Kapitel. Ebenso dünn wie die Seitenzahl ist auch ihr Inhalt. Unser Kontakt sprach in diesem Zusammenhang von „völlig belanglos“ und er sollte Recht behalten. „Als wir von ui.de anfingen dem Thema nachzugehen verspürten wir durchaus ein Interesse an möglicherweise öffentlich nicht bekannten Vorschriften der Bundesregierung für den Umgang mit Sichtungen unidentifizierter Flugobjekte aller Art. Die Ausarbeitung bietet hierzu aber keinerlei Antworten, sie ist selbst für kritische Ufo-Phänomen-Forscher äußerst enttäuschend“, so Kirstein.

Laut Wikipedia sind die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages (WD) eine Einrichtung, die es dem einzelnen Bundestagsabgeordneten ermöglichen soll, sich unabhängig von der Sachkompetenz der Bundesministerien unparteiisch zu bestimmten Themen zu informieren. Wichtig dabei ist zu wissen, dass der WD in der Regel nicht selbst forscht, sondern den Stand der Forschung, Gesetzgebung und Rechtsprechung verständlich und übersichtlich darstellt.

Unser Kontakt hierzu: „Die Ausarbeitung ist lediglich eine Aneinanderreihung von bekannten Gesetzestexten und öffentlich zugänglichen Aussagen und Mitteilungen verschiedener Deutscher Regierungen. Darin ist absolut nichts Geheimes. Wenn man im Internet zu diesen Themen bei einer Suchmaschine sucht findet man quasi alle Inhalte und viel mehr dieser Arbeit“.

Was bleibt ist die Erkenntnis dass wieder einmal viel Rauch um Nichts gemacht wurde. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg dient nicht einer Ufo-Verschwörung der Bundesregierung und der Inhalt der Ausarbeitung ist „völlig belanglos“ und erinnert mehr an die Zusammenfassung einer einstündigen Internetrecherche mit Quellenangaben.


Nachtrag 22.11.: Da aus dem Text nicht richtig ersichtlich war wie viele Seiten die Ausarbeitung nun tatsächlich umfasste, hier die korrekte Angabe: 1 Seite Deckblatt + 1 Seite Inhaltsangabe + 5 Seiten Reintext. Insgesamt also 7 Seiten. Von anderen Quellen wissen wir, dass von 10 Seiten der Ausarbeitung gesprochen wird. Das können wir jedoch nicht bestätigen.

Exklusiv: Meiers Plejaden Frau Asket im Video

Ein Jahr nach der „Akte Greifswald“ (siehe hier) und der abschließenden Aufklärung von Deutschlands bekanntestem UFO-Fall durch ufo-information.de können wir Ihnen nun erneut eine Besonderheit im WorldWideWeb präsentieren.

43 Jahre nach der Erstausstrahlung der Dean Martin Christmas Special Show von 1970 zeigen wir Ihnen hier exklusiv die entscheidenden Szenen, die belegen, dass es sich bei Billy Meiers angeblichen Außerirdischen Asket und Nera um zwei gewöhnliche Sängerinnen der Gruppe „Golddiggers“ handelte. Ende der 1990er Jahre stießen die beiden UFO-Forscher Kal Korff und Luc Bürgin auf die Story und stellten den Schweizer UFO-Kontaktler Billy Meier damit bloß. Seitdem kursieren weltweit im Internet Vergleichsaufnahmen von Meiers Außerirdischen Asket und Nera und zweier Sängerinnen der „Golddiggers“ herum, die eindeutig belegen, dass Billy Meier sich Fotoaufnahmen der beiden Sängerinnen bediente und damit die gesamte UFO-Szene und alle Gläubigen Jahrzehnte lang belogen hat.

Hier sehen sie links ein Standbild aus einer Dean Martin Show von 1971. Recht daneben ist eine Aufnahme von der Billy Meier behauptet, er hätte sie gemacht und darauf die beiden Plejadierinnen Asket und Nera in ihrem Raumschiff abgelichtet. Wie man schnell erkennt gleichen sich nicht nur die Personen, sondern sogar die Deko-Säule im Hintergrund sowie die Kleidung.

Aufnahme aus der Dean Martin Show    

Wir zeigen Ihnen heute mehr als nur die bekannten Vergleichsaufnahmen, wir zeigen Ihnen das entsprechende Video. Wie kam ufo-information.de in den Besitz dieser 43 Jahre alten Aufnahme?

Hierzu Dennis Kirstein: „Ich bin bereits seit 1999 im Besitz der VHS Kassette mit der entsprechenden Aufnahme der Dean Martin Show von 1970. Bei der Tagung der deutschen UFO-Forscher in Cröffelbach, nahe Schwäbisch Hall, 1999, wurde das Video vom Basler Ufo Forscher Roger Eglin vorgespielt. Es war nur eine von insgesamt 3 Kopien der Show, die 1999 in Europa vorhanden waren. Eglin hatte eine weitere Kopie zuhause in Basel. Außerdem war wohl Luc Bürgin, ebenfalls aus Basel, noch im Besitz einer Kopie. Eglin fertigte diese Kopie extra für die Tagung an um sein Originalband unangetastet lassen zu können. Nach der Tagung nahm ich ihn mit nach Stuttgart und fuhr ihn zu unserem damals noch schönen Hauptbahnhof, als Dankeschön überließ er mir die Kopie. Seitdem schlummerte sie in meinem privaten UFO-Archiv. Nun, für ufo-information.de, „entstaubte“ ich sie, besorgte mir einen Videorekorder, was gar nicht so einfach ist, und digitalisierte die entscheidenden Filmminuten.“

Weitere Hintergrundinformationen über den Ufo-Kontaktler Billy Meier finden Sie hier: Vorsicht Falle – Billy Meier und die Plejadier

Wir möchten die mittelmäßige Qualität der Aufnahmen entschuldigen. Immerhin ist die VHS-Kassette bereits 14 Jahre alt und die Show nun schon 43 Jahre. Dennoch sind sowohl Asket als auch Nera sehr deutlich zu erkennen und wir freuen uns Ihnen hier nun Billy Meiers „Außerirdische“ präsentieren zu dürfen. Die Größe der Videodatei beträgt 49,2 MB. Je nach Geschwindigkeit ihrer DSL Verbindung kann der Start des Videos schneller oder langsamer erfolgen.

Ufo Akten Kläger Reitemeyer will weiterkämpfen

Das Urteil ist gefällt: Die Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zum Thema außerirdischem Leben und Ufos bleibt nun doch unter Verschluss. Wir berichteten heute vorab hierDas Oberverwaltungsgericht Berlin kassiert damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin aus dem Jahr 2011. Reitemeyer hatte damals verlangt, ihm Einsicht in die Ausarbeitung mit dem Titel "Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der VN-Resolution A/33/426 zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischen Lebensformen" zu geben. Diese Arbeit war auf Anforderung einer Bundestagsabgeordneten vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags erstellt worden. Reitemeyer berief sich auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und bekam mit dem ersten Urteil 2011 Recht. Die Verwaltung des Deutschen Bundestages legte jedoch Berufung ein und bekam wiederum mit dem heutigen Urteil das Recht zugesprochen.
 
Nach dem heutigen Urteil stand uns der Kläger Frank Reitemeyer für ein kurzes, erstes Statement zur Verfügung.
 
Herr Reitemeyer, wie geht es nun nach dem heutigen Urteil weiter? Haben Sie vor in Revision zu gehen?
 
Ja, sicher, soweit Prozeßkostenhilfe gewährt wird. Nutzen wird das allerdings alles nichts, wenn DIE nicht wollen... Die Akte rücken die nie raus, im Zweifel ist sie verschwunden...
 
 
Wie beurteilen Sie persönlich das heutige Urteil?
 
Seit meiner ersten Behördenanfrage im August 2010 sind nun über 3 Jahre vergangen, ich habe immer noch keine Akteneinsicht und werde sie wohl nie bekommen. Meine Meinungsfreiheit ist damit sehr eingeschränkt, denn ohne wahre Informationen kann man auch keine freie Meinung haben. Die Abgeordneten behalten für unbestimmte Zeit ihren "Informationsvorsprung", obowhl ja alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Eine Kontrollfunktion gibt es also nicht, man geht davon aus, daß die Abgeordneten nicht korrupt sind, immer zum Volkswohl arbeiten und nicht von überstaatlichen Mächten (Atlantikbrücke, CFR, Bilderberger, Geheimlogen usw.) beeinflußt werden... Da seit Jahren auch bei vielen anderen Themen wie geheimen Wasserverträgen, geheimen Hartz IV-Rohdaten, oder fehlender Nachweis der Existenz von angeblich krankmachenden Viren, die Behörden keine oder falsche Auskünfte geben, waren die heutigen Urteile erwartbar.
 
 
Was erwarten Sie sich vom Inhalt dieser unter Verschluss gehaltenen Ausarbeitung grundsätzlich?
 
Über etwas, was man nicht kennt, kann man nur spekulieren. Transparenz, Mitmach-Demokratie und Meinungsfreiheit blieben mal wieder auf der Strecke. Was nützt das IFG, wenn man trotzdem keine Akteneinsicht bekommt?
 
 
zur Information an unsere Leserinnen und Leser: Laut psiram.com ist Herr Reitemeyer ein so genannter "Reichsbürger". Bis April 2007 war er demnach im Vorstand des Kreisverbands Berlin-Steglitz der NPD und fungierte als stellvertretender Kreisvorsitzender. Beim rechtsesoterischen Berliner Neuschwabenlandtreff referierte Reitemeyer u.a. über die Wurzelrassen der Helena Blavatsky. Reitemeyer wurde deutschlandweit 2011 mit seiner Klage auf Einsicht in "die deutschen Ufo-Akten" medial bekannt. Auch heute, 2013, wurde er im Vorfeld des Berufungsverfahrens von vielen Medienvertretern aufgesucht, darunter auch die Zeitung "Junge Freiheit", die Politikwissenschaftler einem Grenzbereich zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus zuordnen und sie als Sprachrohr der Neuen Rechten bezeichnen.
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